Hufrehe

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der erfolgreichen Therapie von Hufrehe beim Pferd.

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nach 11 Monaten

Was passiert bei einer Hufrehe?

Die Hufrehe ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung der Pferdehufe. Sie entsteht, wenn der Stoffwechsel des Pferdes aus dem Gleichgewicht gerät, zum Beispiel durch falsche Fütterung oder andere Belastungen des Körpers.
Dabei wird die Durchblutung im Huf gestört. Die feinen Blutgefäße (Kapillaren) können ihre Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen. Der Huf entzündet sich aseptisch (ohne bakterielle Infektion) und es kann zu Ödemen („Wasserguss“) kommen. Im Inneren des Hufs entstehen mechanische Schäden am Hufbeinträger (Dehnung, Spreizung, Einrisse).

Was bedeutet das für das Pferd?

Ohne rechtzeitige Behandlung kann Hufrehe sehr schwerwiegende Folgen haben und das Laufen für das Pferd extrem schmerzhaft oder unmöglich machen.

Unser Ansatz:

Wir konnten schon bei vielen Pferden sehr gute Ergebnisse erzielen

Hufrollenerkrankung (Podotrochlose)

Was ist der Hufrollenkomplex?
Der sogenannte Hufrollenkomplex ist kein einzelnes Bauteil, sondern ein Zusammenspiel mehrerer anatomischer Strukturen im hinteren Bereich des Pferdehufs. Diese Strukturen arbeiten gemeinsam, um die Bewegung des Pferdes abzufedern und die Beugung des Hufs zu ermöglichen.

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Was bedeutet das für das Pferd?

Warum ist der Hufrollenkomplex so wichtig?

Alle Bestandteile des Hufrollenkomplexes sind bei jeder Bewegung des Pferdes stark belastet. Sie sorgen dafür, dass Kräfte gleichmäßig verteilt werden und der Huf geschmeidig abrollen kann.
Kommt es innerhalb dieses Systems zu Überlastungen, Fehlbelastungen oder strukturellen Veränderungen, kann dies Schmerzen verursachen und die Funktion des gesamten Komplexes beeinträchtigen. In solchen Fällen spricht man von einer Erkrankung des Hufrollenkomplexes.

Was passiert bei einer Erkrankung des Hufrollenkomplexes?

Eine häufige Ursache für Überlastung ist eine Hyperextensionsstellung (vereinfacht: eine zu flache Stellung des Hufs). Dadurch werden die Strukturen des Hufrollenkomplexes stärker auf Zug und Druck belastet:

Unser Ansatz:

Arthrose – Leist, Schale

Was passiert bei einer Arthrose?

Unter dem Begriff Arthrose versteht man degenerative Veränderungen an Gelenken. Dabei werden Gelenkknorpel und angrenzender Knochen über längere Zeit geschädigt; als Reaktion kann der Körper Knochenzubildungen (Exostosen) bilden. Je nach Lokalisation spricht man u. a. von Leist oder Schale.

Leist

Schale

Was bedeutet das für das Pferd?

Die Ausprägung und der Verlauf können je nach Lokalisation und Belastung stark variieren. Häufig zeigt sich, dass angepasste, regelmäßige Bewegung das Gangbild verbessern kann, während Überlastung oder ungünstiger Untergrund Beschwerden verstärken.

Unser Ansatz:

athronse
Hier möglich durch Gelenke, die keinen gleichmäßigen Gelenkspalt haben (siehe markierte Stellen- hier ist der Gelenkspalt viel „schmaler“)
Das beachten der ungebrochenen Knochensäule ist essenziell

Arthrose – Spat

Was passiert bei Spat?

Spat ist eine Sammelbezeichnung für entzündliche, degenerative und verletzungsbedingte Erkrankungen und Veränderungen der Sprunggelenke.
In der Regel handelt es sich um eine degenerative Erkrankung der Sprunggelenke mit akuten entzündlichen Schüben sowie chronischen Beschwerden.
Die damit verbundenen Knochenzubildungen am Sprunggelenk können fortschreiten und bis zur (Teil )Verknöcherung bzw. Versteifung einzelner Gelenkanteile führen.
Betroffen sind vor allem die unteren, kleinen Gelenkanteile des Sprunggelenks:

Osteolytischer Spat

Ursachen

Was bedeutet das für das Pferd?

Typische Anzeichen

Bewegungsbild (Hinterhand)

Die Beschwerden sind häufig nicht dauerhaft, sondern treten typischerweise schubweise auf.

Weitere mögliche Hinweise

Unsere Ansätze

Hufgeschwür/ Hufabzess

Hufgeschwür

Ein Hufgeschwür entsteht durch das Eindringen und die Vermehrung vorwiegend anaerober Bakterien im Hufhorn. Durch bakterielle Zersetzungsprozesse wird das Horn aufgeweicht und abgebaut. Die entstehenden Zersetzungsprodukte führen innerhalb der Hufkapsel zu einer Drucksteigerung auf die empfindliche Lederhaut. Dies kann starke Schmerzen verursachen und äußert sich häufig in einer akut einsetzenden „von jetzt auf gleich“, hochgradigen Lahmheit.
Begünstigende Faktoren sind insbesondere ein feuchtwarmes Milieu, mangelhafte Hufhygiene sowie mechanisch belastete oder deformierte Hornbereiche. Spannungsrisse, Spalten, untergeschobene oder überlappende Hornanteile können Eintrittspforten für Keime darstellen und die Entstehung eines Hufgeschwürs fördern.
Eine regelmäßige, fachgerechte und orthopädisch orientierte Hufbearbeitung kann Fehlbelastungen reduzieren, die Hornqualität unterstützen und das Risiko für die Entstehung von Hufgeschwüren deutlich senken.

Hufabzess

Ein Hufabszess entsteht häufig infolge einer perforierenden Verletzung der Hufkapsel, beispielsweise durch das Eindringen eines Fremdkörpers. Dabei kann die empfindliche Huflederhaut eröffnet und tieferliegendes Gewebe traumatisiert werden.
Gelangen pyogene (eiterbildenede) Bakterien in die Verletzung, kommt es zu einer lokalen Entzündungsreaktion mit eitriger Einschmelzung von Gewebe. Nekrotisches Gewebe wird dabei bakteriell zersetzt, wodurch sich Exsudat und Eiter bilden.
Durch die Ansammlung von Eiter innerhalb der starren Hufkapsel entsteht ein erhöhter Druck auf die umliegenden Strukturen. Dies kann zu hochgradigen Schmerzen und ausgeprägter Lahmheit führen. Bei fortschreitender Infektion können auch Knochen, Knorpel und angrenzende Weichteile in Mitleidenschaft gezogen werden. Das eitrige Sekret ist häufig gelblich und weist meist einen unangenehmen Geruch auf.
Ein Hufgeschwür wird in der Praxis mitunter mit einem Hufabszess verwechselt. Während beim Hufabszess eine eitrige Entzündung im Vordergrund steht, handelt es sich beim Hufgeschwür überwiegend um eine bakterielle Zersetzung und Mazeration des Hufhorns. Das dabei entstehende übelriechende, dunkle Exsudat.

unphysiologische Hufzustände

Rillen, Risse und Spalten

Entstehen durch Hebel und Druck

Blutergüsse

Entstehen durch Hebel und Druck

Fällt dir eine Veränderung bei deinem Vierbeiner auf?

Warte nicht – erkenne Probleme frühzeitig und handle richtig.